Missbrauch

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Im Kino: In die Sonne schauen

Ihr zweiter Spielfilm „In die Sonne schauen“ hat den Preis der Jury in Cannes gewonnen. Der letzte Deutsche, der das schaffte, war Wim Wenders 1993. Filmemacherin Mascha Schilinski lässt darin vier Frauengenerationen durch die Jahrhunderte erzählen – im Interview von Maria Wiesner.

Melanie F: Will Gerechtigkeit

Der Priester Hans Ue. hatte Melanie F. aus einem Bonner Kinderheim in Pflege genommen – und die damals Zwölfjährige schwerst missbraucht. Melanie F. hatte 2023 eine Schmerzensgeldklage gegen das Erzbistum Köln angestrengt. Das Landgericht Köln wies ihre Klage jetzt ab – mit einer ungeheuerlichen Begründung.

Florence Rush: Missbrauch

Sie machte nicht nur die Vergewaltigung von Fremden zum Thema, sondern auch den sexuellen Missbrauch in der eigenen Familie. Florence Rush war die erste, die eine erhellende Theorie zum sexuellen Missbrauch von Kindern lieferte. Ihr Buch von 1980 prägte die Frauenbewegung weltweit – und könnte aktueller nicht sein.

Gerechtigkeit für Adèle Haenel

Der Regisseur Christophe Ruggia ist verurteilt worden: zu zwei Jahren Fußfessel und 35.000 Euro Schmerzensgeld. Er hatte die Schauspielerin Adèle Haenel ab ihrem zwölften Lebensjahr über vier Jahre lang sexuell missbraucht. Ein bitterer Sieg für Adèle.

Christian B.: Im Namen des Volkes?

Er ist der Hauptverdächtige im Fall Maddie. Vor dem Landgericht Braunschweig stand er jetzt wegen dreifacher Vergewaltigung und zweifachen sexuellen Missbrauchs vor Gericht. Christian B. wurde freigesprochen. Jutta Rabe hat den Prozess beobachtet und erzhält die Geschichte eines Skandals.

Pelicot: "Ein Prozess der Feigheit"

Noch nie war das Opfer in einem Vergewaltigungsprozess so stolz und so offensiv. Gisèle Pelicot hat darauf bestanden, dass der Prozess gegen ihren Ehemann und 50 Mittäter öffentlich stattfindet. Sie will, dass „die Scham die Seite wechselt“. Dafür wird sie von Frauen aus aller Welt gefeiert. Und was ist mit dem Mann nebenan?
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